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News 2018

Turnier Schwäbisch Gmünd 100 Jahre

Mutlangen: Am Samstag, den 02.02. war die Schiedsrichter unserer Gruppe Nürtingen beim Hallenturnier der SR-Gruppe Schwäbisch Gmünd in Mutlangen zu Gast. Anlass des Turnieres war das 100 jährige Bestehen des Gastgebers.

Es standen insgesamt 15 Mannschaften zu je drei fünfer Gruppen auf dem Tableau. Im ersten Spiel wurde gleich ein 4:1-Sieg gegen Böblingen eingefahren. Nachdem ein kapitaler Torwartbock das Gegentor zum zwischenzeitlichen 1:1  einbrachte, gelang es der Truppe direkt nachzulegen und das Spiel für sich zu entscheiden. Es folgte eine 11-Spiele-Pause,  wobei eine Spielzeit von 10 Minuten festgelegt worden war.
Im zweiten Spiel konnte  ein ungefährdeter Sieg gegen Göppingen eingefahren werden. Endstand ebenfalls 4:1.
Im dritten Spiel musste sich unsere Mannschaft nach mäßiger Leistung mit  1:3 gegen starke Stuttgarter geschlagen geben.
Im letzten Gruppenspiel wurde ein nie gefährdeter 8:2-Sieg gegen die Kameraden aus Aalen eingefahren.
Die Vorrunde konnte so ohne große Aufreger erfolgreich abgeschlossen werden.
Im Viertelfinale stand unser Team dann der zweiten Mannschaft des Gastgebers Schwäbisch Gmünd gegenüber.
Dieses Spiel konnte durch eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung gegen robust spielende Gegner mit 3:0 gewonnen werden.
Somit lautete das Halbfinale: Nürtingen gegen Schwäbisch Hall.
In dieser Begegnung musste unser Team beinahe die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher laufen.
Elf Sekunden vor dem Schlusspfiff gelang sensationell der  3:2 Siegtreffer, was den Finaleinzug gegen Schwäbisch Gmünd bedeutete.
Das Finale gab alles her, was von einem guten Finale zu erwarten ist: Wechselnde Führungen, Tore, Fouls, viele Strafraumszenen. Es ging hin und her. Schlussendlich konnte sich unser Team mit 5:3 gegen den Gastgeber durchsetzen und feierte verdient den Turniersieg.

Neulingskurs 2019

Neulingskurs 2019
Neulingskurs 2019

Reudern: Neulingskurs 2019 - alle Teilnehmer bestanden die Prüfung!

Mit dem heutigen Mittwoch endet der Neulingskurs der SRG Nürtingen mit der theoretischen Prüfung bzw. Nachprüfung.

Unter der Aufsicht von Gruppenobmann Steffen Müller, Jungschiedsrichterbeauftragte Serafina Guidara und dem SR Lehrwart Holger Böhm bewiesen die 18 Schiedsrichter-Neulinge Regelsicherheit und meisterten die 20 gestellten Fragen mit Bravour bzw. im zweiten Anlauf.

Die 17 Fußballregelfragen waren den neuen Schiedsrichtern in acht Theorieeinheiten und durch Lehrwart Holger Böhm, Mitglied im SR Lehrstab des wfv, beigebracht worden. 

Alle SR Neulinge sind nun bereit für die ersten Spiele und gespannt auf die kommenden Aufgaben.

Viel Glück und immer gut Pfiff.

Wir danken Günter Fetzer und dem SV Reudern für die Zurverfügungstellung der Räume und die Bewirtung an den Schulungstagen.

Deeskalationstraining in Reudern

Marc List
Marc List

Reudern: Am Samstag 16.02.19 trafen sich im Sportheim des SV Reudern, ca. 20 Jungschiedsrichter und Schiedsrichter im erfahrenen Alter.

Nach der obligatorischen Begrüßung teilte man sich in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe nahm zunächst den Praxisteil und anschließend die Theorie durch, die zweite Gruppe begann folglich erst mit der Theorie und danach mit dem Praxisteil.

Max Riethmüller leitet das Deeskalationstraining derzeit gemeinsam mit Marc List, Marc ist Oberligaschiedsrichter.

Fußball-Schiedsrichter häufiger als Fremdkörper wahrgenommen
Dass häufig schon die passende Körpersprache deeskalierend wirken kann, lernen die Schiedsrichter im Praxisteil von Marc List, der als Antiaggressivitätstrainer ehemalige Strafgefangene betreut. List fordert seine Teilnehmer auf, Opfer- und Täterkörperhaltungen darzustellen und zeigt ihnen, wie sie von Spielern auf dem Platz als Partner und nicht als Feind wahrgenommen werden können. Er lässt vier Bälle unterschiedlicher Form in der Gruppe zirkulieren, ohne dass ein Ball auf den Boden fallen darf, um zu zeigen, wie schwer es sein kann, die Übersicht zu bewahren.

Und er lässt jeweils zwei Teilnehmer einander gegenüberstehen, mal im Sicherheitsabstand, mal ganz nahe. Erreichen will er mit den Übungen, dass die Schiedsrichter über ihr Auftreten und ihre Rolle nachdenken. „Es ist wie auf dem Catwalk: Ihr steht unter Beobachtung und euer Inneres spiegelt euer Äußeres wider“, sagt er.

Dass Fußball-Schiedsrichter im Vergleich zu denen anderer Sportarten erheblich häufiger als Fremdkörper und nicht als respektierter Teil des Spiels wahrgenommen werden und Beleidigungen oder Gewaltausbrüche immer heftiger werden, erschreckt die Referenten. „Wo es früher eine Backpfeife gab, kassiert man heute gleich einen Faustschlag“, sagt Max Riethmüller. Das Deeskalationstraining soll Schiedsrichtern helfen, sich selbstsicherer zu fühlen. „Dann“, sagt Marc List, „pfeifen sie auch besser und es passiert weniger

Größtes Risiko berge die Schlussviertelstunde

Aus Riethmüllers Sicht fängt das weit vor dem Anpfiff an– bei der Vorbereitung und der pünktlichen, stressfreien Anfahrt. Den ersten Kontakt mit den Mannschaften vor dem Einlaufen bezeichnet er als „Riesenchance“. Wer da den richtigen Ton gegenüber den Kickern treffe, habe es hinterher leichter. Zum Spielbeginn rät er zu einem kräftigen, selbstbewussten Anpfiff, die erste Entscheidung müsse sitzen. Die Halbzeitpause biete die Chance zur Selbstreflexion, in der zweiten Hälfte gelte es, die Konzentration hochzuhalten. Das größte Risiko berge die Schlussviertelstunde, in der es statistisch gesehen am häufigsten zu Gewaltvorfällen kommt. Wenn die Gemüter erhitzen, weil es um Sieg oder Niederlage geht und um Titel oder Abstieg, müsse der Schiedsrichter die Ruhe bewahren, auch wenn sein eigener Puls angesichts vieler Sprints in die Höhe schnellt.

„Emotionen gehören zum Fußball dazu“ – diese Rechtfertigung hören Schiedsrichter häufig, wenn sie aufbrausende Spieler oder Trainer zur Rede stellen. Max Riethmüller stimmt dem zu. „Aber es gibt Grenzen.“ In Nordrhein-Westfalen werde Gewalt gegen Schiedsrichter seit einiger Zeit auch vermehrt strafrechtlich verfolgt, was abschreckend wirken soll – offenbar mit Erfolg. Unparteiischen, denen Gewalt widerfährt, rät Riethmüller deshalb dazu, die Polizei einzuschalten. Und auf ihr Recht zu pochen. Laut der Rechts- und Verfahrensordnung des WFV ist der Platzverein für die Sicherheit des Gastes und der Schiedsrichter verantwortlich. Der Schutz erstreckt sich bis zur Ortsgrenze.